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Am richtigen Punkt lässt sich alles aus den Angeln heben. Mit einem fliegenden Tourbillon selbst die Schwerkraft. Erfunden hat das im Jahre 1920 einer der großen Glashütter Meisteruhrmacher: Alfred Helwig. Bei seinem Streben nach höchster Präzision erkannte er, dass ein einseitig gelagertes Tourbillon die besten Gangergebnisse für Präzisionsuhren erzielt.
Beim fliegenden Tourbillon sind die Unruh, der Anker und das Ankerrad in einem einseitig gelagerten Käfig untergebracht, der sich in der Minute einmal um 360 Grad dreht. Dadurch wird die auf die Unruh wirkende Erdschwerkraft ausgeglichen. Das fliegende Tourbillon von Alfred Helwig war damals eine ästhetische und uhrmacherische Spitzenleistung. Und das ist heute immer noch so.
Geboren wurde Alfred Helwig am 5. Juli 1886 in Goldbach, Kreis Sorau. Bei dem Uhrmachermeister Gustav Dunkel absolvierte er seine Ausbildung. Diese ergänzte er im Jahre 1905 durch den Besuch der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte.
In den folgenden Jahren erweiterte er seine Kenntnisse in der "Glashütter Präzisions-Uhrenfabrik AG" und in den Chronometerwerken Hamburg.
Am 1. April 1913 wurde Alfred Helwig als Fachlehrer an die Deutsche Uhrmacherschule Glashütte berufen. Durch sein ausgezeichnetes Wissen wurde er schnell zu einer herausragenden Stütze der Schule. Sein ganzes Leben widmete Helwig der Schule, seinen Schülern und der deutschen Uhrmacherschaft. Er lehrte über 40 Jahre an der DUS und schied im Oktober 1954 aus dem Lehrbetrieb aus.
Das Genie des feinen deutschen Uhrenbaus verstarb am 18. Mai 1974 in Glashütte.
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