Zifferblattmanufaktur

  • Glashütte Original Zifferblattmanufaktur

    Von Künstlern und ihren Leinwänden

08/02/2017

Glashütte Original ist eine der ganz wenigen Uhrenmanufakturen, die ihre Zifferblätter in aufwendiger Handarbeit selbst herstellt. Die Fertigung der hochfeinen Zifferblätter von Glashütte Original findet in der eigenen Zifferblattmanufaktur im 600 km entfernten Pforzheim statt. 

Wie Zifferblätter entstehen

Design und Rohlinge

Sobald das Design und das Material für das zukünftige Zifferblatt definiert wurden, beginnt ein Team von Zifferblattspezialisten und Goldschmieden mit der Fertigung. Die Pforzheimer Manufaktur ist einer der wenigen Hersteller, die auch die Rohlinge für die Zifferblätter selbst herstellen. Je nach Modell werden verschiedene Werkstoffe wie Messing, Neusilber, Bronze oder Gold verwendet. 

Fräsen, Bohren und Oberflächenbearbeitung

Sobald das Rohzifferblatt hergestellt ist und die ersten Fräsungen und Bohrungen erfolgt sind, werden die sogenannten Zifferblatt-Füße angebracht. Diese dienen dazu, das Zifferblatt auf dem Werk korrekt zu positionieren. Anschließend wird die Oberfläche geschliffen und poliert. Danach erfolgen – je nach Modell – weitere Bearbeitungsprozesse. 

Galvanisieren und Lackieren

Je nach Design der Uhr erhalten die Zifferblätter ihren individuellen Charakter und ihr „Gesicht“ durch Galvanisieren oder Lackieren der Oberfläche. Beim Galvanisieren wird metallisches Material (z.B. Silber oder Ruthenium) per Elektrolyse gleichmäßig auf eine Oberfläche aufgebracht. Beim Lackieren wird eine gleichmäßige Schicht Farbe von Hand aufgesprüht, die dann bis zu zwei Stunden in einem Ofen getrocknet wird. 

Druck

Einer der letzten und aufwendigsten Bearbeitungsschritte ist das Bedrucken. Im sogenannten Tampon-Druckverfahren nimmt ein Ballon aus Silikon oder Gummi Farbe von einem „Cliché“ (Negativ-Stich) auf. Die aufgenommene Farbe wird anschließend wie von einem Stempel auf das Zifferblatt aufgedrückt. Nach dem Aufbringen der Druckfarbe muss das Zifferblatt für ca. 30 Minuten trocknen. Der gesamte Druckprozess wird manuell gesteuert und erfolgt unter Reinraum-bedingungen. Bei besonders komplizierten Zifferblättern - wie dem der Grande Cosmopolite Tourbillon – werden 12 verschiedene Drucke nacheinander aufgebracht. 

Applizieren

Der größte Teil des Fertigungsprozesses eines Zifferblatts ist Handarbeit, egal ob es sich dabei um das behutsame Aufsetzen von Edelsteinen, das Aufbringen von Super-LumiNova Leuchtpunkten oder Appliken handelt. Letztere werden mit Laser auf der Rückseite des Zifferblatts verschweißt. 

  • Strahlenschliff

    Der dekorative Strahlenschliff wird mittels einer rotierenden Messingbürste aufgebracht. 

  • Das Einrichten und die Bedienung der Schleifvorrichtung werden manuell durchgeführt, die gleichmäßige rotierende Bewegung wird durch einen kleinen Motor gewährleistet. 

  • Rundschliff

    Der Rundschliff, das sogenannte „Schallplattenmuster“, wird mittels einer Drehmaschine realisiert. Hier löst ein Drehstahl einen dünnen Faden Metall aus dem sich drehenden Zifferblattrohling, so dass ein feines rillenartiges Muster entsteht. 

  • Mit diesem Muster werden insbesondere Hilfszifferblätter innerhalb des Zifferblatts dekoriert, wie bei einigen Pano-Modellen.

  • Perlmutt

    Ein Perlmuttzifferblatt wird immer im Ganzen aus der Muschel geschnitten und hat eine Blattstärke von nur 0,4 mm. Um das hauchzarte Material vor Bruch zu schützen, wird es auf eine ebenfalls 0,4 mm dünne Scheibe aus Messing oder Neusilber montiert. Zusätzliche Farbeffekte können erzielt werden, indem z.B. blaue oder rosa Farbe zwischen Zifferblatt und Grundplatte aufgetragen wird, die dann zart durch das Perlmutt durchschimmert und ihr einen besonderen farbigen Schimmer verleiht. 

  • Mondscheibe

    Funktion und Ästhetik vereinen sich in der Mondphasenanzeige. Auch die Mondscheibe wird in der Zifferblattmanufaktur gefertigt, deren Grundmaterial aus Bronze oder Neusilber besteht. Zuerst entsteht durch Galvanisieren der tiefblaue Nachthimmel, auf den silbern- oder goldfarbene Sterne aufgebracht werden. Die zwei Monde werden zunächst mit Hilfe eines Fräsers herausgeschnitten, wodurch ihre gewölbte Form entsteht. Anschließend wird die Oberfläche der „Monde“ mit einem speziellen Fräsdiamanten bearbeitet, der für einen einzigartigen Glanz sorgt. 

  • Mit Fingerspitzengefühl und Herzblut

    Die Manufaktur ist das Herz von Glashütte Original. Hier entstehen mit viel Handarbeit, Leidenschaft und Erfahrung anspruchsvolle Zeitmesser.

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  • Gemeinsam im Zeichen der Exzellenz

    Glashütte Original verkörpert höchste deutsche Uhrmacherkunst. Über viele Generationen wurde hier eine Kultur der Exzellenz und Kreativität geschaffen, die uns bis heute inspiriert und zu immer neuen Entwicklungen antreibt.

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